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| Leichtathletik:
(Hessischer Leichtathletik-Verband) |
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Leichtathletik-Förderverein Hessen ehrt verdiente Trainer
Zum vierten Mal lud der Leichtathletik-Förderverein Hessen am 10. Oktober 2004 Trainerinnen und Trainer hessischer Vereine zum gemeinsamen Saisonabschluss.
Im historischen Gasthaus "Alte Klostermühle“ im Kloster Arnsburg bei Lich konnte der Vorsitzende des Fördervereins Jürgen May neben rund 40 Trainerinnen und Trainern auch die Kuratoriumsmitglieder Rüdiger Nickel und Hans Baumgartner, HLV-Präsident Wolfgang Schad sowie zahlreiche Vorstandsmitglieder des LFH und HLV begrüßen. In seiner Ansprache dankte May den Gästen für ihre engagierte, zeitintensive und meist ehrenamtliche Arbeit. "Ohne sie", so May, "könnten hessische Athletinnen und Athleten kaum jene Erfolge erreichen, über die wir uns alle so sehr freuen." Leider würde die Leistung der Trainer, die hinter den Erfolgen der Athleten steht, allzu oft in den Hintergrund gedrängt. Als kleines Zeichen der Anerkennung ihrer Arbeit für die hessische Leichtathletik überreichte May allen anwesenden Trainern einen Geschenkgutschein. Drei Trainern wurde eine besondere Würdigung zuteil.
Zum dritten Mal zeichnete der LFH Michael Deyhle (LG Eintracht Frankfurt) als erfolgreichsten hessischen Trainer aus. In seiner Laudatio hob Trainerkollege Günter Eisinger hervor, dass der gebürtige Frankfurter Deyhle stets seinem Heimatverein treu geblieben sei. Seit 1977 stelle er sich als Trainer in die Dienste der TSG Fechenheim, eines Mitgliedsvereins der LG Eintracht Frankfurt. Auch wenn sein Name primär mit dem Hammerwurf verbunden werde, dürfe man nicht vergessen, dass Deyhle auch in anderen Disziplinen herausragende Athleten hervorgebracht habe. Eisinger erinnerte in diesem Zusammenhang an die ehemalige Deutsche Jugendmeisterin über 100m Hürden und Sechste der Junioren-Europameisterschaften 1995, Alexandra Keil. „Als Hammerwurftrainer zählt Michael Deyhle seit vielen Jahren zur Elite des Deutschen Leichtathletik-Verbandes“, so Eisinger, „ist allerdings immer noch nur ehrenamtlich für den Verband tätig.“ Eine Aufwertung seiner Arbeit sei sicherlich wünschenswert. Die bekanntesten von Deyhle trainierten Hammerwerferinnen und Hammerwerfer sind die Olympiavierte von Athen Betty Heidler, die Olympiateilnehmerin und erste deutsche 70m-Werferin Susanne Keil, sowie Kathrin Klaas, die mit einer Bestleistung von 68,05m nur knapp die Olympiateilnahme verpasste, und der Deutsche Juniorenmeister Jens Rautenkranz.
Die Ehrung als langjährig erfolgreicher Trainer ging an Hansjörg Holzamer (TV Heppenheim). Die Würdigung seiner Verdienste übernahm einer der erfolgreichster Athleten des Südhessen, Hans Baumgartner. Der Silbermedaillengewinner im Weitsprung der Olympischen Spiele von München blickte bis zu den Anfängen seines ehemaligen Trainers beim TV Heppenheim zurück. Im Alter von 15 Jahren habe Holzamer, der vor Kurzem seinen 65. Geburtstag feierte, die Leichtathletikabteilung in Heppenheim ins Leben gerufen. In den sechziger Jahren stellten sich erste nationale Titel bei Deutschen Jugendmeisterschaften ein. Später folgten große Namen, die den TV Heppenheim auch ins internationale Rampenlicht rückten. Erinnert sei neben Baumgartner an den Olympiadritten von 1996 Florian Schwarthoff, die Weitspringer Georg Ackermann, Hans-Peter Lott und Christian Thomas sowie Zehnkämpfer Thorsten Dauth. Aktuell betreut der pensionierte Gymnasiallehrer für Deutsch, Geschichte und Politik unter anderem den Achten der Deutschen Jugendmeisterschaften im Weitsprung Remigius Roskosch. „Das Geheimnis Holzamers ist“, so Baumgartner, „dass er Begeisterung hervorrufen kann und sich seinen Athleten absolut zuwendet. Er spricht einfach die Sprache der Jugendlichen.“ Neben dem sportlichen Aspekten vermittle Holzamer aber auch die Notwenigkeit der Allgemeinbildung und sei als streitbarer Geist sowie vehementer Dopingmahner Vorbild für viele. Die dritte Ehrung für im Jugendbereich erfolgreiche Trainer wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt, da Ulrike Becker (TV Bürstadt) an diesem Abend leider verhindert war. Ulrike Becker betreut in Bürstadt seit Jahren eine erfolgreiche Jugendgruppe. Ihr Schützling Falco Lausecker war Mitglied der deutschen 4x400m-Staffel, die bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2004 Rang acht belegte. Den gleichen Platz erreichte die Vereinsstaffel bei den Deutschen Jugendmeisterschaften über 4x400m.
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Original-Pressemitteilung
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Artikel
vom 15.11.2004, 14:57 Uhr
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